Ernährung, Therapie
Antientzündliche Ernährung: Wie funktioniert das im Alltag?
Chronische Entzündungen im Körper stehen mit zahlreichen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 oder rheumatischen Beschwerden in Verbindung. Die Ernährung kann unterstützend viel bewirken – z.B. Entzündungsprozesse positiv beeinflussen und für mehr allgemeines Wohlbefinden sorgen. Eine antientzündliche Ernährung setzt dabei nicht auf Verbote oder strenge Regeln, sondern auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche, mediterrane Lebensmittelauswahl.
Diese Lebensmittel wirken entzündungshemmend
Im Mittelpunkt stehen vor allem pflanzliche Lebensmittel. Gemüse und Obst liefern wertvolle Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und den Körper vor oxidativem Stress schützen können. Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte versorgen den Körper mit Ballaststoffen, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken und damit ebenfalls einen Beitrag zu einer gesunden Entzündungsregulation leisten können. Ergänzt wird die Ernährung durch hochwertige pflanzliche Öle, insbesondere Olivenöl, Rapsöl, Leinöl, Hanföl, sowie Nüsse und Samen (Leinsamen, Hanfsamen). Fettreiche Fischsorten wie Lachs, Makrele oder Hering liefern Omega-3-Fettsäuren, denen entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.
Verarbeitete Lebensmittel, Zucker und gesättigte Fette nur in Maßen genießen
Fertigprodukte, stark zuckerhaltige Getränke oder Butter sind nicht grundsätzlich verboten. Vielmehr kommt es auf die gesamte Ernährungsweise, einen vernünftigen Umgang und die langfristigen Gewohnheiten an. So haben z.B. auch Süßigkeiten in einer antientzündlichen Ernährung ihren Platz – allerdings als Genussmittel. Zucker wirkt nach aktuellem Wissensstand nicht direkt entzündungsfördernd. Ein hoher Zuckerkonsum kann aber die Energieaufnahme erhöhen und langfristig zur Gewichtszunahme beitragen. Da Übergewicht wiederum mit chronischen Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht wird, empfiehlt sich ein sparsamer Umgang mit Süßem.
Zusammengefasst - auf einen Blick:
- pflanzliche Produkte bevorzugen
- 2 Portionen Obst am Tag (1 Portion = 1 Handvoll)
- 3 Portionen Gemüse am Tag (1 Portion = 1 Handvoll)
- Fleisch und Wurst maximal 1-2 x pro Woche
- Fisch mindestens 1-2 x pro Woche
- Paniertes meiden, Zubereitungsarten wie Dünsten und Dämpfen bevorzugen
- Vollkornprodukte bevorzugen
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Illustration: (c) magnific.com