Cornelia Schön, BSc Ernährung, Therapie

Die Bedeutung von Calcium bei Osteoporose durch eine Krebstherapie

Eine Chemotherapie kann immer wieder auch eine Osteoporose-Erkrankung zur Folge haben. Frauen sind hier zumeist häufiger davon betroffen. Auch im Rahmen einer anithormonellen Therapie bei Brustkrebs kann es zu einer Osteoporose-Erkrankung kommen.

Gerade diese Nebenwirkungen werden im Rahmen der Onkologischen Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach aufgegriffen –Diätologin Cornelia Schön hat für alle Leser des Blogs ONKO.leben ein paar Tipps und Informationen:

Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff für unsere Knochen und spielt auch bei vielen weiteren Stoffwechselvorgängen eine entscheidende Rolle. Gerade bei Osteopenie/Osteoporose sollte daher auf eine ausreichende Zufuhr calciumreicher Lebensmittel geachtet werden. Auch im Zuge einer antihormonellen Therapie kann ein gezielter Fokus auf eine adäquate Calciumversorgung relevant sein.

Zu den wichtigsten Calciumlieferanten zählen:

  • Milch und Milchprodukte = Hauptlieferanten von Calcium!
  • Gemüse: Kohl, Brokkoli, Lauch, Kohlrabi, Rucola
  • Getreide: vor allem Amaranth, Vollkorngetreide
  • Nüsse: vor allem Haselnüsse und Mandeln, Mohn und Sesam
  • Obst: schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Kiwi,
  • Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Kresse
  • Calciumreiche Mineralwässer: Astoria, Alpquell, Contrex (Calcium > 150 mg/L, Natrium < 20 mg/L)

Der Calciumbedarf liegt bei Erwachsenen bei 1000 mg, bei Osteoporose-Patienten bei 1200-1500 mg Calcium pro Tag. Wie kann der Bedarf von 1000 mg Calcium gedeckt werden?

100ml Milch
1 Becher Naturjoghurt
125g Beeren
60g Käse (2-3 Scheiben)
1 Handvoll Haselnüsse
1 Glas calciumreiches Mineralwasser

Wichtig zu wissen:

  • Mit zunehmendem Alter nimmt die Calciumaufnahme und -verwertung  im Körper ab.
  • Unsere Tipps für eine bedarfsdeckende Versorgung sind:
  • calciumreiche Lebensmittel über den Tag verteilt konsumieren
  • zwischendurch calciumreiches Mineralwasser trinken
  • eine calciumreiche Spätmahlzeit genießen

Die Calciumaufnahme und/oder –verwertung im Körper kann begünstigt werden durch:

  • Vitamin D: Sonnenlicht, Fische (Hering, Lachs, Sardinen, Makrele), Steinpilze, Eierschwammerl, Eier
  • Vitamin K: grünes Blattgemüse, Kohlgemüse
  • Fruchtzucker: ein Milchprodukt mit Obst kombinieren
  • Fruchtsäuren: Zitronensäure, Apfelsäure
  • Magnesium: grünes Blattgemüse, Bananen, Orangen, Beerenobst

Auf der anderen Seite wird die Calciumaufnahme durch folgende Stoffe und Lebensmittel gehemmt:

  • Oxalsäure: Spinat, Mangold, Rhabarber, rote Rübe, Kakao
  • Phytin/Phytinsäure: in Randschichten von Getreide (bei höheren Temperaturen allerdings unwirksam), Ausnahmen: Hafer + Mais
  • ↑ Phosphor: Fleisch, Wurstwaren, Fertigprodukte, Schmelzkäse, Toastkäse, Colagetränke, Energy Drinks etc.
  • hoher Kochsalzkonsum
  • hoher Konsum von Bohnenkaffee

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