Prim. Univ.-Prof. Dr. Alexander Gaiger Medizin, Therapie

Nähe und Sexualität nach Krebserkrankung

Nähe und Sexualität bei Krebserkrankung

Die Krebserkrankung und ihre Behandlung bringen eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich - unter anderem können sie sich auch auf das Sexualleben der Krebspatienten auswirken. Die Sehnsucht nach und die Freude an Sexualität und Nähe unterliegen starken Schwankungen. Viele Betroffene ziehen sich (vorübergehend) aus Nähe, Zärtlichkeit und Sexualität zurück. Partnerschaften können damit vor Herausforderungen stehen, da die Krebspatienten ihre Sorgen und Ängste oftmals nicht teilen und auch die Partner mit diesen neuen Gegebenheiten nur schwer damit umzugehen wissen. Dieser akute Rückzug führt zu Ratlosigkeit und Distanz, wobei das Nahe-Sein gerade in schweren Zeiten von große Bedeutung ist.

Wir möchten diese Gedanken gerne mit Ihnen teilen:

  • Geben Sie sich Zeit - Stress ist kein Aphrodisiakum!
  • Vielen Patienten steht während der Krebstherapie und zum Teil auch danach nicht der Sinn nach Sex. Dennoch: Was immer Sie auch spüren - formulieren Sie Ihre Wünsche und klären Sie diese mit Ihrem Partner!
  • Formulieren Sie auch ein Nein klar und deutlich. Sie müssen nicht funktionieren!
  • Nah-Sein in einer schwierigen Zeit ist wichtig - es bedeutet aber nicht, dass Sie Ja zu allem sagen müssen!

Bei der Onkologischen Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach können diese und ähnliche Themen im Gespräch mit den Klinischen Gesundheitspsychologen bzw. Psychotherapeuten besprochen werden.

Zurück